Vorstand

Jetzt handeln. Gemeinsam handeln.

Am 29. Januar 2023 findet der Welt-Lepra-Tag unter dem Motto "Jetzt handeln: Lepra beenden!" statt. Die Weltgesundheitsorganisation WHO zählt Lepra zu den 20 vernachlässigten Tropenkrankheiten (Neglected Tropical Diseases, NTDs), die alle zu schwersten Behinderungen und Beeinträchtigungen, chronischen Verläufen oder auch zum Tod führen können. Der Welt-NTD-Tag am 30. Januar ruft dazu auf: "Jetzt handeln. Gemeinsam handeln. In vernachlässigte Tropenkrankheiten investieren!" 

Die DAHW weiß, wie wichtige diese Investitionen sind. Wir investieren in die Forschung, weil wir wissen, dass wir auf Dauer nur weiterkommen, wenn wir neue Methoden ausprobieren. Wir investieren in die Ausbildung, weil NTDs nur dann eingedämmt werden können, wenn sie richtig diagnostiziert und behandelt werden. Wir investieren in die mentale Gesundheit unserer Patient:innen. Und wir investieren in die Fallfindung, die aktive Suche nach Betroffenen und gehen dorthin, wo die Menschen sonst keine Hilfe bekommen würden. 

Wir investieren Geld, aber wir investieren auch Know-how, Ideen, Ehrgeiz und vor allem die niemals endende Hoffnung, dass unsere Vision Wirklichkeit wird: eine Welt, in der kein Mensch unter Lepra, anderen NTDs und ihren Folgen wie Ausgrenzung oder Behinderung leiden muss.

Der Vorstand der DAHW

Der Vorstand der DAHW führt die Geschäfte des Vereins und fungiert als Dienstvorgesetzter der hauptamtlichen Mitarbeiter:innen. Laut Satzung kann der Vorstand aus ein oder zwei Personen bestehen, wobei jeder das gleiche Vertretungsrecht hat. 

Seit dem 01. August 2022 ist Patrick Georg als Vorstand der DAHW tätig. Am 01. Oktober komplettierte Joachim Beringer das neue Vorstands-Duo. Der DAHW-Verein hat mit der Zukunftskonferenz 2021 und der Satzungsänderung im Mai 2022 sehr bewusst einen Reformprozess angestoßen, den das eingesetzte Vorstands-Duo nun auch in die konkrete Arbeitsstruktur der DAHW hineinträgt. Einiges ist in Bewegung – diese Seite soll auch dazu dienen, unsere Mitglieder, Spender:innen, Mitarbeitenden und Leser:innen stets auf dem neuesten Stand zu halten und Informationen des Vorstands direkt weiterzugeben. 

Mehr Infos zu den Aufgaben des Vorstandes finden sich in der Vereinssatzung.

Acht Fragen an das neue Vorstands-Duo

Die DAHW und Joachim Beringer – Ihre gemeinsame Geschichte in ca. 3 Sätzen:

Seit 35 Jahren bin ich im Einsatz für eine gerechtere Welt in Projekten der Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Hilfe – in der Steuerung, aber auch in der Umsetzung vor Ort in über 30 Ländern Afrikas und Asiens.
Seit 2011 konnte ich die DAHW kontinuierlich beim Aufbau einer Internen Revision unterstützen, seit Oktober 2022 nun als Vorstand.

Mit welchen Zielen sind Sie als Vorstand der DAHW angetreten?

Die satzungsmäßigen Veränderungen nutzen: für die Weiterentwicklung zu einer effizienten zukunftsfähigen Organisation.
Mitarbeitenden Wertschätzung geben: Kultur ist nicht das Pamphlet an der Wand, sondern wie Menschen miteinander umgehen, sprechen und arbeiten.
Transparenz schaffen: Informationen fließen lassen und durch Ideen beschenkt werden.

Welche Ihrer Stärken hilft Ihnen – in Ihren Augen – am besten dabei, diese Ziele umzusetzen?

Meine Kompetenz in der Analyse von Prozessen und Verfahren.
Mein Blick und Mut für eine fakten- und risikoorientierte Entscheidungsfindung.
Meine langjährige Berufserfahrung in der Privatwirtschaft

Welche Maßnahmen konnten Sie in den ersten Wochen Ihrer „Amtszeit“ bereits umsetzen, die helfen, diese Ziele zu erreichen?

Der Vorstand ist physisch ansprechbar für die Mitarbeitenden.
Wir konnten alle Beteiligten für die aktuellen Herausforderungen und Probleme, mit denen die Organisation konfrontiert ist, sensibilisieren.
Wir haben Bewusstsein für die Notwendigkeit schlagkräftiger Kompetenz-Teams geschaffen und sind aktuell dabei, diese aufzustellen.

Was schätzen Sie am Kollegen Georg am meisten und warum sind Sie froh, ihn als Vorstand an Ihrer Seite zu wissen?

Patrick Georg vertritt mit einer Genialität das Gesicht der DAHW nach außen und innen und ist ein unverzichtbarer Antreiber für die Neuaufstellung der Organisation bei der Gewinnung privater und institutioneller Förderer und neuer Spender:innen.
Er ist ein hervorragender Netzwerker, die Ergebnisse helfen der DAHW bei der Weiterentwicklung.

Wie wollen Sie die Interessen des Vereins bestmöglich nach außen hin vertreten?

Wir wollen und werden mit Kompetenz und professioneller Qualität überzeugen – bei der internen Organisation und den Abläufen sowie in der Projektarbeit.

Welche Aufgaben werden das kommende Jahr der DAHW vornehmlich bestimmen?

a) In Würzburg und Münster: Überflüssiges über Bord werfen und Verfahren verschlanken.
Begeisterung bei den Mitarbeitenden erzeugen und fördern.
Junge Menschen als Mitarbeitende und als Förderer der DAHW gewinnen.

b) In den DAHW Projektländern: Regionalisierung mit den Betroffenen neu denken und nachvollziehbar planen – mit dem Ziel, das Mandat der DAHW nachhaltig zu sichern.

Welche Botschaft möchten Sie den DAHW Vereinsmitgliedern mit in das neue Jahr geben?

Die Arbeit der DAHW ist weiterhin notwendig und aktuell. Leider ist die DAHW nur wenigen bekannt. Wir müssen das, was wir tun, als Alleinstellungsmerkmal klarer herausstellen. Wir arbeiten daran!

Die DAHW und Patrick Georg – Ihre gemeinsame Geschichte in ca. 3 Sätzen:

Motiviert und angesprochen wurde ich von meinem alten Lehrer und Vorbild Pater Richard Ott, aus der Ordensgemeinschaft, der auch der heilige Damian de Veuster angehörte.

Sein Engagement für die DAHW begeisterte mich, letztlich war es die Arbeit und Leistung der DAHW für Menschen in fragiler, vulnerabler Situation.

Mein eigenes Engagement begann als „Wanderprediger“ und Spendensammler. Als jüngster ehrenamtlicher Mitarbeiter wurde ich dann zur Zukunftskonferenz 2009 eingeladen, wurde Mitglied des Vereins und Vorstandsmitglied.

In Vorstandsverantwortung, besonders als Präsident waren mir Reformen wichtig, deren Umsetzung wir gerade tatkräftig voranbringen.

Mit welchen Zielen sind Sie als Vorstand der DAHW angetreten?

Die Reform der Führungsstruktur, die der DAHW-Verein im Mai mit großer Mehrheit beschlossen hat, muss in der Arbeitsstruktur der Organisation fortgesetzt werden. Mit gestiegener Entscheidungskraft können Probleme, derer wir uns alle seit Jahren bewusst sind, endlich angepackt und umgesetzt werden. Den Reformkurs bis zum spürbaren Erfolg im Tagesgeschäft zu begleiten, ist für mich Ziel und Motivation.

Welche Ihrer Stärken hilft Ihnen – in Ihren Augen – am besten dabei, diese Ziele umzusetzen?

Kolleginnen und Kollegen ordnen mir solche Attribute zu: innovativ, vermittelnd, empathisch. Das Wichtigste ist mir Durchhaltevermögen und der Wille, Vorhaben – auch bei Gegenwind – zum Erfolg zu führen.

Welche Maßnahmen konnten Sie in den ersten Wochen Ihrer „Amtszeit“ bereits umsetzen, die helfen, diese Ziele zu erreichen?

Wir haben die „Großabteilungen“ aufgelöst und kleine schlagkräftige Kompetenz-Teams gebildet. Damit setzen wir um, was der Verein mit der Satzungsreform bereits begonnen hat: Die Schaffung von klaren Verantwortlichkeiten und damit verbunden die Stärkung von Entscheidungskraft.

Was schätzen Sie am Kollegen Beringer am meisten und warum sind Sie froh, ihn als Vorstand an Ihrer Seite zu wissen?

Kollege Beringer ist ein brillanter Analytiker. Mit seiner vielfältigen und langjährigen Erfahrung in der Entwicklungszusammenarbeit und bei unterschiedlichen Organisationen kann er Situationen, Risiken und Erfordernisse gut abschätzen. Er schützt uns vor realen Gefahren genauso wie vor Überregulation und einer Überschätzung von Risiken – beides könnte uns als Unternehmen und NGO handlungsunfähig machen. Am wichtigsten ist mir seine ausgeprägte Sachlichkeit, Freundlichkeit und sein Sinn für Gerechtigkeit.

Wie wollen Sie die Interessen des Vereins bestmöglich nach außen hin vertreten?

Nach innen hin müssen wir uns zunächst über unser Core-Business deutlicher verständigen – jeder von uns spürt, was DAHW bedeutet, sieht die vielfältigen Leistungen in den Projekten und Ländern und strahlt es in seinem persönlichen Umfeld auch aus. Für die Kommunikation in eine breitere Öffentlichkeit hinein, auch durch unser neues Kompetenz-Team für Visibility, müssen die Konturen deutlicher geschärft werden, muss die erfolgreiche Leistung und die gute Wirkung griffiger gemacht werden.

Welche Aufgaben werden das kommende Jahr der DAHW vornehmlich bestimmen?

  1. In Würzburg und Münster:
    Die Reform der Arbeitsstruktur muss weiter umgesetzt und gelebt werden. Das Thema der Mittelbeschaffung (Kofi und Fundraising) ist als zentrales Thema markiert, erste Maßnahmen sind erfolgt und müssen in 2023 zügig erweitert werden.
     
  2. In den DAHW Projektländern:
    Die guten Ideen der Lokalisierung und Regionalisierung haben in den letzten Jahren noch zu wenig Umsetzung erfahren. Von diesen klugen Ansätzen sind wir felsenfest überzeugt – aber Überzeugung reicht nicht. Nur mit Fahrplänen und Zielvereinbarungen schaffen wir Ergebnisse und Realitätsveränderung.

Welche Botschaft möchten Sie den DAHW Vereinsmitgliedern mit in das neue Jahr geben?

Dieser Verein hat nicht nur in den Tagen der Gründung und des Aufbaus Kraft bewiesen, sondern auch in jüngster Vergangenheit an einigen Weggabelungen mit großer Mehrheit und Klarheit Richtung gewiesen. Blicke ich auf fast 10 Jahre Vorstandstätigkeit zurück, kann ich diese These mit etlichen Beispielen belegen. Außerhalb der MGVs allerdings, sozusagen unterjährig, wünsche ich mir, dass die Vereins-Mehrheit etwas lauter wird und ihre Beschlüsse verteidigt!

DAHW findet in Bisidimo statt, das habe ich gerade auf meiner Äthiopienreise erlebt. Sie findet in Liberia, Sierra Leone, Sudan und Südsudan statt. Sollte sich das nicht auch in der Mitgliederschaft zeigen? Stellen wir uns doch auch im obersten Gremium weltweit auf!

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