18. Januar 2021

Hinsehen statt Übersehen: Vernachlässigte Krankheiten bekämpfen. Vergessene Menschen sichtbar machen.

(Würzburg, 12. Januar 2021) – Über 200.000 Menschen erkranken jedes Jahr neu an Lepra, Millionen Menschen müssen ein Leben lang unter den Folgen Erkrankung leiden. Die Weltgesundheitsorganisation WHO zählt Lepra zu den vernachlässigten Tropenkrankheiten (Neglected Tropical Diseases, NTDs): Diese haben gemeinsam, dass sie vor allem die Ärmsten in Ländern des Globalen Südens treffen und – obwohl vermeidbar und behandelbar – zu Ausgrenzung, Stigmatisierung, schwersten Behinderungen und (noch größerer) Armut führen können.

18. Januar 2021

Je früher die Diagnose einer Lepra-Infektion erfolgt, desto besser sind die Heilungschancen für die Betroffenen.

Die Lepra-Erkrankung der heute 50-jährigen Maria Brítez wurde bereits 2014 durch einen regiona-len Gesundheitsmitarbeitenden erkannt. Die Familie Brítez lebt in einer abgelegenen ländlichen Region bei Tebicuary, im Süden von Paraguay, in einfachen Verhältnissen. Sie betreibt eine kleine Landwirtschaft.

18. Januar 2021

45 Tage lang eine Sorge weniger

Auswirkungen der Corona-Pandemie erfordern Nothilfe für an Lepra erkrankte Menschen mit Behinderungen in Äthiopien.

18. Januar 2021

Nach 17 Jahren Forschung: Lepra-Impfstoff geht in die entscheidende Phase

(Würzburg, 12. Januar 2021) – Alle zwei Minuten wird bei einem Menschen Lepra diagnostiziert, rund vier Millionen Menschen weltweit müssen infolge einer Lepra-Erkrankung mit teils schwersten Behinderungen leben. Betroffene werden nach wie vor ausgegrenzt und oft sogar per Gesetz diskriminiert.

18. Januar 2021

Lepra bei wildlebenden Schimpansen: Eine Entdeckung, die mehr Fragen aufwirft, als sie beantwortet

(Würzburg, 12. Januar 2021) – Affenforscher haben in Guinea-Bissau und an der Elfenbeinküste bei wildlebenden Schimpansen Lepra entdeckt. Ein Hinweis darauf, dass es natürliche Reservoire für den Erreger geben könnte und der Mensch nicht die alleinige Quelle ist. „Wir wissen, dass wir zu wenig wissen“, müsste das Fazit zu dieser Entdeckung lauten: Denn obwohl Lepra als die älteste Krankheit der Menschheit gilt, sind die Forschungs- und Wissenslücken bei Lepra erschreckend groß und es fehlt an grundlegenden Informationen wie beispielsweise zu den Übertragungswegen.