Tag der Menschen mit Behinderung

3. Dezember: Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung

Am Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung – jedes Jahr am 3. Dezember – sollen die Menschen in das Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt werden, die mit einer Behinderung leben müssen. Schätzungen zufolge sind das 15 Prozent der gesamten Weltbevölkerung!

2008 wurde mit in Kraft treten der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung Betroffenen eine volle, gleichberechtigte und wirksame Teilhabe an der Gesellschaft zugesichert. Auch die nachhaltigen Entwicklungsziele der Agenda 2030 geben mit ihrem zentralen Leitmotiv „Leave no one behind“ das Versprechen, niemanden zurückzulassen und Barrieren für Menschen mit Behinderungen abzubauen.

Barrieren abbauen – auf allen Ebenen

Trotz der Bemühungen der internationalen Staatengemeinschaft für eine inklusive und nachhaltige Entwicklung, werden Menschen mit Behinderung nach wie vor daran gehindert, ihr Recht auf Partizipation zu verwirklichen. Hoffnung macht die Behindertenkonvention mit einem Paradigmenwechsel: Ihr zufolge ist Behinderung nicht (mehr) das Problem eines Individuums selbst, sondern vielmehr die Folge von umweltbedingten und sozialpolitischen Umständen, welche Zugänge und Diversität der Menschen einschränken.

Oder anders gesagt: Solange die Umwelt auf eine bestimmte Norm des Menschen zugeschnitten ist, erfahren Menschen mit Behinderungen Barrieren in jeglicher Hinsicht – sei es in physischer, kommunikativer, psychosozialer, kultureller und oft auch ökonomischer.

 

Inklusion heißt: die Betroffenen einbeziehen

Die Behindertenrechtskonvention fordert auch die gleichberechtigte und inklusive Berücksichtigung von Menschen mit Behinderung bei allen entwicklungspolitischen und humanitären Projekten und Programmen. Um dazu beizutragen, dass Menschen mit Behinderung überall auf der Welt selbstbestimmt, unabhängig und gleichberechtigt in ihren Gemeinschaften leben können, setzt die DAHW heute in allen Projekten auf das Konzept der gemeindenahen inklusiven Entwicklung (Community Based Development, CBID).

Zudem spielt das Empowerment, die Selbstermächtigung von Betroffenen, eine zentrale Rolle, wobei die DAHW hier einem dreigleisigen Ansatz folgt und auf individueller, kommunaler und staatlicher Ebene ansetzt.

Wir lassen Menschen aus Nigeria, Äthiopien, Indien und Brasilien zu Wort kommen.

Den Menschen eine Chance geben

Maßnahmen zur Inklusion von Menschen mit Behinderung haben in der DAHW-Arbeit Tradition.