31. January 2019

Ein gelungenes Fest: 60 Jahre DAHW in Tansania

Genau am Welt-Lepra-Tag am 27. Januar 2019 feierte die DAHW in Tansania einen runden Geburtstag.

60 Jahre Engagement für die Ärmsten der Armen und gegen Krankheiten der Armut in dem ostafrikanischen Land. Das Würzburger Hilfswerk wurde mit vielen Komplimenten bedacht. Doch das Schönste daran war, dass all das mit einem großen Dank verbunden ist.

Gesundheitsministerin Ummy Mwalimu sprach in ihrem schriftlichen Grußwort von einem beträchtlichen Rückgang an Neu-Lepra-Erkrankungen in ihrem Land und wünschte sich nichts mehr als einen Fortbestand dieser wertvollen Arbeit der DAHW in Tansania.
Über die bestehenden Klinikpartnerschaften sowie dem fachlichen und wissenschaftlichen Austausch mit PASADA, der lokalen Partnerorganisation, zeigte sich Dr. Detlef Wächter, Deutscher Botschafter vor Ort, in seiner Grußbotschaft überaus erfreut. Dabei geht es vor allem um die Wissensvermittlung im Bereich Tuberkulose und HIV, die auch von der deutschen Regierung unterstützt wird.
Trotz dieser Errungenschaften werden die Betroffenen immer noch stigmatisiert und ausgegrenzt. Das fiel DAHW-Präsident Patrick Miesen schon während seiner früheren Reisen im Land auf, dass hier dringend mentale Unterstützung gefragt ist, auf die sich die Gesundheitsarbeiter der DAHW auch zunehmend fokussieren. Sei es bei der Bildung von Selbsthilfegruppen oder bei dem Aufbau einer gemeindenahen Rehabilitation für Menschen mit Behinderungen.

Es war eine fröhliche Feier, die trotz allem den Ernst der Lage erkennen ließ. Sie fand in Chazi in der Nähe von Morogoro rund 200 Kilometer westlich der Hauptstadt Daressalam statt. In diesem hoch endemischen Gebiet kommt das „Contact tracing“, die so genannte Umgebungsuntersuchung eines Lepra-Patienten, sowie „PEP“, eine Anwendung zur Prophylaxe in Zusammenarbeit mit internationalen Gebern zum Einsatz. Diese Neuerungen stellte Dr. Leonard Subi als stellvertretender Gesundheitsminister vor.

DAHW-Präsident Patrick Miesen ließ es sich nicht nehmen, gemeinsam mit den von Lepra Betroffenen zum Dank für die Unterstützung durch das Würzburger Hilfswerk zu tanzen. Auf seine Initiative hin ließ sich auch der stellvertretende Gesundheitsminister wie auch die übrigen offiziellen Gäste zu den Klängen hinreißen, mit einem traditionellen Tanz ihre Dankbarkeit auszudrücken. „Auch wenn wir noch gemeinsam kämpfen müssen, sieht es so aus, also ob die DAHW die Angst vor von Lepra Betroffenen und ihre Stigmatisierung in die Schranken verwiesen hat“, freute sich Miesen. „Das war zumindest mein Eindruck von diesem schönen Gemeinschaftsgefühl während des Tanzes und der gesamten Feierlichkeiten.“

Bilder: Beate Gemballa / DAHW


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