Humanitäre Hilfe

Nahrung und Hilfsmittel werden an die Menschen im Jemen ausgegeben. Foto: FMF / DAHW

Zuverlässig und erfahren in der humanitären Hilfe weltweit

Weltweit benötigen mehr als 134 Millionen Menschen humanitäre Hilfe und Schutz. Maßgebliche Ursachen sind durch Menschen oder Naturereignisse ausgelöste Katastrophen wie Erdbeben, Erdrutsche, Vulkanausbrüche, Fluten, Stürme, Dürreperioden und Perioden extremer Temperaturen. Aber auch politische Auseinandersetzungen, (bewaffnete) Konflikte und Bürgerkriege. So genannte anhaltende Krisen in instabilen Staaten, deren Regierungen nicht in der Lage oder gewillt sind, grundlegende staatliche Funktionen auszuüben und Leistungen bereitzustellen. Dadurch verändert sich auch das Arbeitsumfeld der DAHW und die Lebensumstände der Personengruppen, die aufgrund von Stigmatisierung, Behinderung, bei niedrigem sozialem und ökonomischem Status ohnehin am Rande der Gesellschaft leben. Diese vulnerablen Personengruppen sind besonders stark von humanitären Notlagen betroffen und seit jeher im Fokus der DAHW.

Krisensituationen, ob akut oder langwierig, haben große Auswirkungen. Die Zerstörung von Eigentum und Infrastruktur, der Verlust der Lebensgrundlage und der Einkommensmöglichkeit sind oft direkte Folgen. Ebenso der Zusammenbruch und die Einschränkungen des Zugangs zu grundlegenden Leistungen wie Gesundheits-, Wasser- und Nahrungsmittelversorgung.

Häufig bestehen Diskrepanzen zwischen den bereitgestellten Leistungen und den besonderen Bedürfnissen der Betroffenen. Der DAHW ist es ein Anliegen, der betroffenen Bevölkerung in ihrer Not zu helfen. Es ist unser Ziel, insbesondere die medizinische Grundversorgung sicherzustellen. Gesundheitseinrichtungen sollen erhalten, Behandlungen fortgeführt und die Verbreitung ansteckender Krankheiten vermieden werden.

GLRA organised Flood Relief Medical Camp in collaboration with NIEPMD in december 2015.
GLRA organised Flood Relief Medical Camp in collaboration with NIEPMD in december 2015. Foto: GLRA India

Wenn möglich werden bereits laufende Hilfsprojekte den veränderten Rahmenbedingungen angepasst, indem zusätzliche Nothilfemaßnahmen erfolgen. Oder es werden aus Nothilfeprojekten längerfristige nachhaltige Hilfen entwickelt. Ziel ist stets eine Minimierung des administrativen Aufwandes und ein nachhaltiger Ressourceneinsatz. Durch hre vielfältigen und langjährigen Aktivitäten in der medizinischen und sozialen Entwicklungszusammenarbeit hat die DAHW Strukturen, Netzwerke und Kompetenzen in Afrika, Asien und Lateinamerika aufgebaut, die als wertvolle Basis in der humanitären Hilfe und Rehabilitation dienen. Mit ihrer Erfahrung kann die DAHW einen Beitrag dafür leisten, die akute Not der betroffenen Menschen zu lindern.


Verhaltenskodex

Die DAHW hat den Code of Conduct (Verhaltenskodex) für die Internationale Bewegung des Roten Kreuzes und Roten Halbmonds und für nichtstaatliche Hilfswerke in der Katastrophenhilfe unterzeichnet und sich damit zu dessen Einhaltung verpflichtet.

Hier können Sie den Code of Conduct (Verhaltenskodex) herunterladen.

13.09.2018

Hilfe für südsudanesische Frauen in Geflüchtetencamps in Uganda

Vielen Menschen im Jemen und anderen Ländern sind auf Nahrungshilfe angewiesen.

10. Juli 2018

Die Lage im Jemen spitzt sich zu

26. Feb 2018:

Hilfsgüter an Tuberkulosekranke im Südsudan ausgeliefert

Kräfte bündeln, mehr erreichen

Die DAHW ist Vollmitglied des "Bündnis Entwicklung Hilft", ein Zusammenschluss von neun spezialisierten, großen, deutschen Hilfsorganisationen, deren Ziel darin besteht, mit vereinten Kräften schnelle und effektive Maßnahmen in Notsituationen und bei Katastrophen zu ergreifen und vor Ort langfristige Hilfe zu leisten.

www.entwicklung-hilft.de

VENRO

VENRO ist der Dachverband der entwicklungspolitischen und humanitären Nichtregierungsorganisationen (NRO) in Deutschland. Die VENRO-Arbeitsgruppe „Humanitäre Hilfe“, in der auch die DAHW aktiv ist, arbeitet sowohl zu politischen als auch konzeptionellen und operativen Themen.

www.venro.org

Die Core Humanitarian Standards (CHS),

das Ergebnis eines globalen Konsultationsprozesses, enthalten neun Verpflichtungen, welche die DAHW nutzt, um die Qualität und Wirksamkeit der von ihr geleisteten Hilfe zu verbessern. Die CHS stellen die von der Krise betroffenen Gemeinden und Menschen in den Mittelpunkt der humanitären Aktion. Als Kernstandard beschreiben die CHS die wesentlichen Elemente einer grundsätzlichen, verantwortlichen und qualitativ hochwertigen humanitären Hilfe. Es ist ein freiwilliger und messbarer Standard. Die CHS fassen Schlüsselelemente der bestehenden humanitären Standards und Verpflichtungen zusammen.

www.corehumanitarianstandard.org

Die DAHW hält sich an die vom Sphere Project gesetzten Standards.

Diese Initiative wurde 1997 gegründet, um Qualitätsverbesserungen in internationaler humanitärer Hilfe global und organisationsübergreifend zu koordinieren. Ziel ist es, die Qualität der Humanitären Hilfe zu verbessern sowie Rechenschaft über die geleistete Arbeit gegenüber Spender*innen, institutionellen Geldgeber*innen und Begünstigten von Hilfsaktivitäten abzulegen. Das Handbuch, Kernstück des Projekts und allgemein anerkanntes Referenzwerk zur Verbesserung der Qualität in der Nothilfe, beinhaltet die Humanitäre Charta und legt Mindeststandards in den vier Kernbereichen der humanitären Nothilfe fest: Wasser-, Sanitär- und Hygienestandards, Nahrungsmittelsicherheit, Notunterkünfte und Existenzsicherung sowie Gesundheitsversorgung.

www.sphereproject.org