Tätigkeit der DAHW seit 1974

Schon immer durch politische Instabilität und schwache staatliche Strukturen eingeschränkt, kam die Lepra-Arbeit mit dem Ausbruch des Bürgerkriegs 1990 vollständig zum Erliegen.

Lediglich im Lepra- und TB-Hospital von Ganta (nahe Gbanga) gab es eine lokale Versorgung, die italienische Nonnen mit Unterstützung der DAHW aufrechterhalten haben. Seit 2011 versucht die DAHW mit weiteren ILEP-Partnern, wieder ein nationales Lepra-Kontrollprogramm zu installieren.

Das vorhandene Programm des Gesundheitsministeriums beschränkte sich bis dahin auf die Region um die Hauptstadt Monrovia.

Aktuelles

Landesweit ist das Ganta-Hospital das einzige Referenzkrankenhaus für Lepra, für Diagnose und Behandlung von resistenter Tuberkulose das einzige außerhalb der Hauptstadt. Von hier aus versorgen die DAHW und ihre Partner die an Lepra oder TB erkrankten Menschen im gesamten Bundesstaat Nimba. Die Ebola-Epidemie 2014 hat das ohnehin sehr schwache und instabile Gesundheitssystem Liberias fast völlig zum Erliegen gebracht. Mitten in dieser Zeit hat die DAHW mit Dr. Anand Krishnan einen erfahrenen Lepra-Arzt als Berater für das neu aufzubauende nationale Kontrollprogramm nach Liberia geschickt. Er berät das Gesundheitsministerium beim Ausbau des Lepra-Kontrollprogramms und bildet Gesundheitspersonal in der Früherkennung der Krankheit aus.