Welt-Lepra-Tag

United for Dignity - Vereint für Würde

Jährlich am letzten Sonntag im Januar findet der Welt-Lepra-Tag statt. 2022 fällt dieser Tag auf den Welttag gegen Vernachlässigte Tropenkrankheit (World NTD Day) am 30. Januar.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO zählt Lepra zu den 20 vernachlässigten Tropenkrankheiten (Neglected Tropical Diseases, NTDs), die alle zu schwersten Behinderungen und Beeinträchtigungen, chronischen Verläufen oder auch zum Tod führen können. Mehr als 1,7 Milliarden Menschen sind von NTDs betroffen oder bedroht.

Das Motto des diesjährigen Welttags gegen NTDs lautet „100 % committed“ („100 % verpflichtet“). Burkard Kömm stellt klar: „Die Weltgemeinschaft hat sich mit den nachhaltigen Entwicklungszielen dazu verpflichtet: Gesundheit für alle, Armut besiegen, niemanden zurücklassen. Wenn wir es damit ernst meinen, darf weltweit kein Mensch mehr unter Lepra und ihren Folgen leiden.“

Unter dem Motto "United for Dignity" (Vereint für Würde) ruft daher die ILEP Internationale Vereinigung der Lepra-Hilfswerke dazu auf, gemeinsam die Würde von Menschen mit Lepra zu achten. Die Kampagne würdigt die Lebenserfahrungen von Menschen mit Lepra, indem sie ihre ermutigenden Geschichten erzählt und für psychisches Wohlbefinden sowie das Recht auf ein würdevolles Leben frei von krankheitsbedingter Stigmatisierung eintritt.

Statement zur NTD-Roadmap der DAHW

Geschichte für die einen, bittere Gegenwart für die anderen

DAHW erinnert zum Welt-Lepra-Tag am 30. Januar 2022 an das Schicksal von hunderttausenden von Lepra betroffenen Menschen 

Der Fund eines Leprafriedhofs in Freiburg sorgte Ende 2021 für Schlagzeilen. „Was für die einen eine historische Entdeckung ist, ist für andere bittere Gegenwart“, stellt Burkard Kömm, Geschäftsführer der DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe e. V. anlässlich des 68. Welt-Lepra-Tags am 30. Januar 2022 fest. „In industrialisierten Ländern ist Lepra längst ein Thema für die Geschichtsbücher. Doch im Globalen Süden erkranken immer noch Hunderttausende jährlich an dieser Infektionskrankheit, die für Betroffene schwerste Behinderungen, Ausgrenzung und Armut zur Folge haben kann.“ Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat neue Strategien definiert, um Lepra und weitere vernachlässigte Tropenkrankheiten (NTDs) bis 2030 endlich weltweit auszurotten. „Aber der Kampf gegen armutsassoziierte Krankheiten ist komplex“, weiß Kömm. „Um die ambitionierten Ziele trotz knapper Ressourcen zu erreichen, müssen die nationalen und internationalen Akteure noch enger zusammenarbeiten.“

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Lesen Sie den Aufruf des ehrenamtlichen Präsidenten Patrick Georg. 

65 Jahre aktive Lepra-Arbeit in Afrika, Asien und Lateinamerika

Als Leprahilfswerk 1957 gegründet, setzt sich die DAHW bis heute für die Betroffenen ein

Am 18. Januar 2022 feiert die DAHW Geburtstag. „65 Jahre DAHW stehen für 65 Jahre aktive Lepra-Arbeit“, so bringt es Geschäftsführer Burkard Kömm auf den Punkt. Denn die Organisation wurde als Leprahilfswerk gegründet. Mit Blick nach Äthiopien startete der deutsche Journalist Hermann Kober gemeinsam mit seiner Frau Irene und einigen Freunden einen Spendenaufruf und gründete am 18. Januar 1957 in Zell am Main das Deutsche Aussätzigen-Hilfswerk (DAHW), das später in DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe e. V. umbenannt wurde. Der Rest ist Geschichte …

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Lepra - Vorgestern bis Übermorgen

Eine Führung durch das Lepramuseum in Münster.

WENIGER FÄLLE HEISST NICHT WENIGER BETROFFENE

Infolge der Corona-Pandemie konnten weniger Lepra-Betroffene gefunden werden, was vermehrt zu Behinderungen führt.

"Engage Brazil 2.0" im Kampf gegen Lerpa

Die DAHW testet in Brasilien neue digitale Wege zur Gesundheitsförderung.

Bringt die MRNA-Technologie neue Chancen?

Ein Impfstoff könnte helfen, die Lepra bis 2035 zu besiegen.


Zum Welt-Lepra-Tag

Der Welt-Lepra-Tag (WLT) wurde im Jahr 1954 von dem Schriftsteller und Journalisten Raoul Follereau ins Leben gerufen, um auf die Not der von Lepra betroffenen Menschen weltweit aufmerksam zu machen. Und auch heute hat er nicht an Bedeutung verloren: Denn obwohl Lepra seit den 1980er-Jahren heilbar ist, werden immer noch jedes Jahr hunderttausende neue Fälle registriert.

Um Lepra endlich endgültig zu besiegen, bedarf es vermehrter Aufmerksamkeit und Anstrengung der internationalen Gemeinschaft, vor allem aber auch mehr finanzieller Investitionen. Nur mit einer Intensivierung der Forschung, dem Aufbau einer adäquaten und für alle zugänglichen Gesundheitsversorgung und der Verbesserung der Lebensverhältnisse besonders gefährdeter Personengruppen, kann unsere Vision einer leprafreien Welt Wirklichkeit werden.

Erfahren Sie hier alles, was es über Lepra und die aktuelle Lepra-Arbeit der DAHW zu wissen gibt.

Wir danken Ihnen für Ihr Interesse und Ihre Unterstützung!

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Zum Welt-NTD Tag

Mehr als 1,7 Milliarden Menschen weltweit sind von so genannten Vernachlässigten Tropenkrankheiten (Neglected Tropical Diseases - NTDs) betroffen: Krankheiten, die vermeidbar und behandelbar sind und weltweit immer noch eine große Belastung darstellen.

Internationale Gedenktage bzw. Welttage bieten jährlich die Möglichkeit, weltweit Aufmerksamkeit auf die Betroffenen zu lenken und die Umsetzung wichtiger Maßnahmen und notwendiger Investitionen zu verdeutlichen und voranzutreiben. Am 30. Januar 2012 kamen Pharmaunternehmen, Geber, endemische Länder und Nichtregierungsorganisationen zusammen, um die Londoner Erklärung über vernachlässigte Tropenkrankheiten zu unterzeichnen. Gemeinsam verpflichteten sie sich, bis 2020 zehn Krankheiten zu kontrollieren, zu beseitigen oder auszurotten und das Leben von über einer Milliarde Menschen zu verbessern.

Der Welt-NTD-Tag am 30. Januar würdigt nicht nur diesen Meilenstein, sondern soll die Partner jedes Jahr aufs Neue inspirieren und für den Kampf gegen NTDs mobilisieren.

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Wissenswertes zu Lepra

Vom Krankheitsbild über die Diagnose bis hin zu Therapie und Verbreitung.

Wissenswertes zu NTDs

Was sind vernachlässigte Tropenkrankheiten, welche behandelt die DAHW und wie. 

Die DAHW – eine Kurzvorstellung unserer Arbeit

1957 als Leprahilfswerk in Würzburg gegründet, ist die DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe heute Experte im Kampf gegen armutsbedingte und vernachlässigte Krankheiten. Im Fokus stehen besonders vulnerable Menschen, die von Krankheit, Behinderung, Ausgrenzung und Armut betroffen oder bedroht sind.

Doch was heißt das konkret? Wo sind wir aktiv? Welche Maßnahmen setzen wir um? Und was genau passiert in der Würzburger Zentrale der DAHW? Antworten auf diese und viele weitere Fragen gibt dieser Videoclip. 

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Mit Ihrer Spende unterstützen Sie die weltweite Arbeit der DAHW gegen Lepra und andere armutsbedingte Krankheiten.