Ruth Pfau - Mutter der Leprakranken

„Das letzte Wort wird Liebe sein.“

Mehr als 50.000 an Lepra erkrankte Menschen verdanken ihre Heilung dem Wirken von Dr. Ruth Pfau in Pakistan und der 1961 begonnenen Unterstützung durch die DAHW. 1996 erklärte die Weltgesundheitsorganisation Pakistan zum ersten Land in Südasien, das Lepra in den Griff bekommen hatte. Nicht zuletzt ein Verdienst von Ruth Pfau, die 2017 von der DAHW zur Ehrenbotschafterin für die weltweite Lepraarbeit der DAHW ernannt wurde, bevor sie am 10. August 2017 im Alter von 87 Jahren.

 

Berichte und Nachrichten zu Dr. Pfau

Tribute-Video für Dr. Ruth Pfau

Produziert und veröffentlicht vom Marie Adelaide Leprosy Centre (MALC) in Karatchi, Pakistan - gegründet von Dr. Ruth Pfau im Jahr 1962.

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Zum Jahresgedächtnis

Tamen! Sie lebt weiter in unserem Tun - persönliche Erinnerungen an Dr. Ruth Pfau.

Ein Leben für die Ärmsten

Dr. Ruth Pfau war Ärztin und Ordensfrau und seit über 50 Jahren in Pakistan tätig. Unermüdlich setzte sie sich für Menschen ein - besonders solche, die an Krankheiten der Armut leiden. Mehr als 50.000 Menschen wurden in Pakistan dank Dr. Ruth Pfau von Lepra geheilt.

Dies brachte ihr den Namen "Mutter der Leprakranken" ein. 1979 wurde sie zur Ehrenbürgerin und nationalen Beraterin für Leprafragen im Rang einer Staatssekretärin ernannt. Für ihre aufopfernde Arbeit, auch bei der Nothilfe nach Erdbeben oder Flutkatastrophen, hatte sie zahlreiche Anerkennungen erfahren, darunter den Marion-Dönhoff-Preis, den Klaus-Hemmerle-Preis, den Albert-Schweizer-Preis, den Damian-Dutton-Award, den Ramon-Magsaysay-Award, den pakistanischen Lifetime-Achievement-Award, sowie den deutschen Fernsehpreis Bambi als „Stille Heldin“. Bis zu ihrem Tod setzte sie sich immer für Menschenrechte, Völkerverständigung sowie die Achtung aller Religionen ein.

Die DAHW Deutsche Lepra und Tuberkulosehilfe e. V. und die bei ihr in Würzburg ansässige Ruth-Pfau-Stiftung trauern um diese außergewöhnliche Frau. Harald Meyer-Porzky, stellvertretender Geschäftsführer der DAHW und Vorstand der Ruth-Pfau-Stiftung: „Ruth Pfau hat Hunderttausenden Menschen ein Leben in Würde ermöglicht. Ihr Tod bedeutet für alle, die sie kannten, einen großen Verlust und hinterlässt durch die enge Verbundenheit eine tiefe Trauer.“ Dr. Ruth Pfau wurde nach ihrem Wunsch in Karachi bestattet.

Bilder vom Begräbnis Dr. Ruth Pfau

Fotos aufgenommen vom 18. bis 20. August 2017 von Harald Meyer-Porzky, der zusammen mit der ehemaligen Präsidentin der DAHW, Gudrun Freifrau von Wiedersperg, die DAHW und die Ruth-Pfau-Stiftung bei der Beerdigung von Dr. Ruth Pfau vertrat. 

Kondolenzbuch

Teilen Sie hier Ihre Gedanken und Beileidsbekundungen zum Tod von Dr. Ruth Pfau mit uns.

Der Friedhof ist mit Bannern geschmückt. Der Erzbischof verlaß die Abschiedsworte des Papstes für Ruth in der Kathedrale.

Nachrufe

Von Harald Meyer-Porzky (DAHW und Ruth-Pfau-Stiftung) und Prof. Dr. Martin Gertler (Ruth-Pfau-Stiftung).

„Wer keine Tränen in sich trägt ...“

Filmtrilogie zum Leben und Wirken von Dr. Ruth Pfau (1929 - 2017) von Prof. Dr. Martin Gertler, seit vielen Jahren Mitglied in der DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe e. V. sowie im Stiftungsrat der Ruth-Pfau-Stiftung.

Zu Ehren von Dr. Ruth Pfau wurde in den Räumen ihres langjährigen Wohnsitzes im Marie Adelaide Leprosy Center (MALC) ein Museum eingerichtet. Ein Besuch mit der Smartphone-Kamera, aufgenommen vom MALC und bearbeitet von Prof. Dr. Martin Gertler.

Ruth Pfau 2012

Biografische Daten von Dr. Ruth Pfau

Ruth Pfau wurde am 9. September 1929 in Leipzig geboren. Kurz nach dem Krieg wurde ihr kleiner Bruder schwer krank und starb. Aus diesem traurigen Ereignis heraus entstand ihr Wunsch, Medizin zu studieren.

Literatur zu Leben und Werk

Eine Übersicht über die Bücher und Filme sowie zu weiteren Veröffentlichungen und Medien von und über Dr. Ruth Pfau.

Ruth-Pfau-Stiftung

1996 rief die DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe e. V. die Ruth-Pfau-Stiftung ins Leben. Mit ihr bekam die Arbeit in Pakistan, die zu einem großen Teil durch die DAHW finanziert wird, ein weiteres Standbein. Besuchen Sie die Homepage der Stiftung.